I could swear my face was touching stone – Bodies
↳ José B. Segebre, Ashkan Sepahvand

, 01:30:00
Mit José B. Segebre (Berlin) und Ashkan Sepahvand (London)
(in englischer Sprache)
Körper können stumme Zeugen von Gewalt und Unterdrückung sein. Ihre Haltungen und Gesten und ihre schiere Beharrlichkeit zeugen vom Kampf gegen die diskriminierenden Kräfte, die versuchen, die Konturen ihres Lebens zu bestimmen. Im Angesicht von Trauma und Vertreibung haben Künstler*innen und Aktivist*innen Strategien entwickelt, bei denen der körperliche Widerstand gegen Gewalt im Vordergrund steht. Dieser Talk beleuchtet wartende und sterbende Körper in historischen und zeitgenössischen Filmen, Videos und Performances. José B. Segebre reflektiert über die Ästhetik des Wartens in der queeren, feministischen, schwarzen und dekolonialen künstlerischen Praxis. Im Mittelpunkt steht das Warten als eine zentrale Dimension des sumud (Standhaftigkeit), einer Praxis des Widerstands, die den palästinensischen Alltag innerhalb und außerhalb des historischen Palästina prägt. Ashkan Sepahvand spricht über Performances und Rituale um Tod und Sterben im Kontext der AIDS-Pandemie, die in den 1980er Jahren begann und bis in die Gegenwart andauert. Er nimmt dabei sowohl die historische Weitergabe von Wissen zwischen queeren Tänzer*innen und Choreograf*innen in den Blick als auch das Theater von Regisseur Reza Abdoh, der sich in seiner Arbeit auf die performative Tradition des iranisch-islamischen ta‘ziye bezieht.
- Programm Programme: Bodies